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(GRENZ-ECHO)
Gestern morgen gegen 6.00 Uhr machen zwei Gendarme in der Umgebung von Elsenborn ihre Dienstrunde. Es waren die Wachtmeister Jean Ferriré, 36 Jahre, Vater von zwei Kindern und der 23jährige Gendarm Henri Triest, der seit einer Woche verheiratet war. Bekanntlich durchqueren regelmäßig Gendarmeriestreifen Tag und Nacht das Grenzgebiet um Schmuggler, entflohene Kriegsgefangene usw. aufzuspüren. Man weiß auch, dass dieser Dienst seine Gefahren mit sich bringt, da die Verfolgten vielfach bewaffnet sind und nicht zögern, sich ihrer Waffe zu bedienen. Die beiden Gendarmen waren gegen 10.00 Uhr noch nicht zu ihren Posten zurückgekehrt. Zu dieser Zeit kam eine Streife der Brigade von Kalterherberg auf der Landstraße nach Elsenborn vorbei und fand in der Nähe eines Steinbruchs bei Küchelscheid zwei verlassene Fahrräder.
Bei näherem Zusehen entdeckte man zuerst den unglücklichen Kollegen Triest, dessen Körper von zahlreichen Maschinenpistolenkugeln durchbohrt war. Es wurde sofort Alarm gegeben und weitere Nachforschungen unternommen, und es dauerete nicht lange, bis man etwas weiter auch die Leiche des Wachtmeisters Ferriré, der ebenfalls von mehreren Kugeln getroffen worden war, fand. Es besteht kein Zweifel, dass die beiden Gendarmen bewaffneten Feinden zum Opfer gefallen sind. Man glaubt nicht, dass ein Gefecht stattgefunden hat, sondern man nimmt an, dass die Gendarmen aus dem Hinterhalt erschossen worden sind. Handelt es sich um Schmuggler, um entflohene deutsche Kriegsgefangenen oder um belgische Deserteure, die allen Grund hatten nicht gesehen zu werden? Oder liegt vielleicht ein Racheakt vor? (...) |
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