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(Grenz-Echo)
(...) Es erscheint schwierig alle Einzelheiten noch einmal genau so zu wiederholen, wie sie sich vor zwei Wochen abgespielt haben. Gaudius erklärt des öfteren: "es ist möglich, dass es so war, aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern".
Als Taent und Gaudius durch die Gendarmen gestellt wurden, wurden sie aufgefordert diese zu begleiten; sie hatte die Hände frei bis zu dem Augenblick, in dem der Militärlastwagen erschien, dessen Papiere ebenfalls kontrolliert wurden. Während die Gendarmen mit dem Chauffeur sprachen, gingen die beiden Schmuggler etwa 100 Meter weiter und fanden dabei Gelegenheit, sich abzusprechen. Sie erklären, dass sie ausgerissen wären falls sie den Hund nicht gefürchtet hätten. Die Gendarmen holten dann die Beiden wieder ein und legten ihnen die Handschellen an. Die Gendarmen mit den Fahrrädern gingen voraus. Taent und Gaudius folgten ihnen. Gaudius zog dann mit der linken Hand, die an die rechte von Taent gefesselt war, die versteckte Pistole und schoss mit der rechten. Er traf Triest in den Unterleib und den Gendarmen Ferrieré in den Oberarm, der gelähmt wurde. Die Getroffenen ließen ihre Fahrräder fallen. Triest machte noch ein paar Schritte und brach dann zusammen, während Ferrieré seitwärts ins Gebüsch sprang. Daneben fließt die Roer, die hier etwa 3 Meter breit und einen halben Meter tief ist. Immer noch aneinander gefesselt stürzten sich die beiden Burschen auf den am
Boden liegenden Gendarmen Triest, dem Gaudius die Pistole vorhielt und ihn so
zwang seine Dienstpistole Taent zu geben. Dann erschoss er aus unmittelbarer
Nähe den Gendarmen. Mit einem weiteren Schuss zersprengte er die Kette der
Handschellen. Taent ergriff dann die Flucht über den Hang. Gaudius wollte anfänglich das
Gleiche tun, erinnerte sich aber, dass Ferrieré die veräterrischen
Ausweispapiere an sich genommen hatte. Damit war auch sein Schicksal besiegelt. Als er seinen Gegner mit der Parabellumpistole vor sich auftauchen sah, gab
er ihm die Papiere mit der Bemerkung: "es ist gut so! Sieh mal was du mir
schon getan hast". Inzwischen erschien Taent auch wieder und feuerte einen Schuss über den Bach weg, durchschritt diesen und schoss noch mehrfach; Ferrieré wurde durch einen Schuss getötet, der einen Kopf vom Nacken bis zur Oberlippe durchschlug. Gaudius nahm dem Toten die Pistole ab und warf seine eigene Parabellum ins Wasser.
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