Elsenborn

 

973 Einwohner

Straßenplan

IGN-Karte

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Vorgeschichte

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Pfarrgeschichte

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Der Truppenübungsplatz

Auszüge aus

  "O Elsenborn, O Elsenborn"

Herausgeber: "Vereinigung für Kultur, Geschichte und Folklore"

Kontakt

DAHMEN Raymond
Gartenstrasse 11a - 4750 ELSENBORN
Tel. : 080/44.66.49

 
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Zwei Gendarmen bei Elsenborn ermordet

Elsenborn befindet sich auf einer Gipfelreihe und zählt zu den höchstgelegensten Dörfern Belgiens. Hier befindet sich dann auch der höchste Punkt der Gemeinde, und zwar auf einer Höhe von 635 Meter.
Bevorzugtes Ziel für alle, die urwüchsige, abwechslungsreiche Naturlandschaften suchen, sind seit jeher Elsenborn und Nidrum

 

Hier am Rande einer der schönsten Waldgebiete des Landes trifft der Wanderer immer wieder auf verwinkelte Täler, geschichtsträchtige Gemäuer oder wild wuchernde Waldungen. Genannt seien einige der lohnenswerten Ziele rund um Elsenborn wie u.a. Tal der Schwalm (auch Perlenbach genannt), Grünes Kloster (Ruinen eines Gebäudes wohl aus dem 14. Jahrhundert) sowie Fels von Bieley oder Galgendamm.

 

 

VORGESCHICHTE

In Elsenborn hat ehemals ein Burghaus gestanden, das dem Geschlechte von Elsenborn gehörte: im Jahre 1352 Beatrix von Elsenborn vermählt mit Heinrich von Steffenshausen, 1411 Renkin delzenborne, 1469-1501 der Bitburger Unterpropst Clais van Elzenborne, 1502 Bernhard v. Elsenborn.
Mehrmals wird auch der Hof Elsenborn erwähnt.

Am Ende des Mittelalters war unser Raum im ganzen noch wenig bevölkert. Der zum Hof Bütgenbach gehörende Ort Elsenborn erscheint im Feuerstättenverzeichnis von 1501 als Eltzenborn. Er hatte damals 18 Häuser.
(Als Feuerstätte bezeichnete man eine Behausung, in der es ein Herdfeuer gab, wo also Rauch aufstieg. Allerdings gelten die angeführten Feuerstätten nicht immer als steuerpflichtige Häuser. So finden wir ganze, halbe und viertel Feuerstätten, ein Zeichen für die große Armut der Bevölkerung)

Der wirtschaftliche Aufschwung wurde in der Preußenzeit (1815-1920) gefördert, das Land durch ein gutes Straßennetz erschlossen, über das bald die ersten Postkutschen  liefen, die eine wichtige Verbindung unserer abgeschiedenen Gegend mit der Außenwelt herstellten (Aachen-Trier).

Im Jahre 1893 kam es zur Anlegung des Truppenübungsplatzes.

Blick auf die Hauptkreuzung Elsenborns in Richtung Kalterherberg. Diese Straße war ein Teilstück der Aachen-Trierer Landstraße, die im letzten Jahrhundert zu einem der verkehrsreichsten Verbindungswege unseres Gebietes wurde.
Durch den Bau der Umgehungsstraße um den Übungsplatz (1915), durch die neue Landesgrenze nach dem ersten Weltkrieg sowie die endgültige Schließung des im Militärgebiet liegenden Weges brach der bis dahin so rege Kontakt mit den Nachbarn aus Kalterherberg weitgehend ab.

PFARRGESCHICHTE

Die Ortschaften Elsenborn, Weywertz, Nidrum, Faymonville, und Sourbrodt gehörten seit jeher zur Pfarr- und Mutterkirche Bütgenbach, die ihrerseits der Urkirche Malmedy unterstand.

Unsere Vorfahren gingen jahrhundertelang jeden Sonn- und Feiertag und dazu noch an manchen Werktagen von Elsenborn zum Gotesdienst nach Bütgenbach, dorthin trugen sie jedes neugeborene Kind zur Taufe, die Brautleute begaben sich dorthin zur Schließung des Ehebundes, und alle trugen auf demselben weiten und beschwerlichen Weg ihre Tote zur letzten Ruhe.

Im Jahre 1688 wurde dann die erste Kapelle erbaut. Sie stand auf dem heutigen Friedhof. Die Einweihung der Kirche erfolgte 1696. Der Hochaltar wurde dem heiligen Bartholomäus, dem Schutzpatron der Kapellengemeinde, geweiht.

Im Jahre 1801 schloss Napoleon mit Papst Pius VII das Konkordat. Es kam zur Gründung neuer Pfarrbezirke. Die Kapellengemeinde Elsenborn wurde 1803 zusammen mit Weywertz und Sourbrodt zur Pfarre erhoben.

Gegenüber der Kirche lag das Vikarshaus. Ein Zimmer dieser Wohnung diente bis ins 19. Jahrhundert als Schulzimmer und Lehrer war der jeweilige Vikar.
Dieser wurde schlicht "den Heer", sein Haus "Desheeren", des Herren Haus. Der in der Nähe gelegene Dorfbrunnen hieß seitdem "Desheerenborn" und so wurde auch vor kurzem die dort vorbeiführende Dorfstraße benannt.

Als die Kapelle zu klein wurde (und außerdem befand sie sich in schlechtem baulichem Zustand) kam der Neubau einer Kirche auf die Tagesordnung. Ein allgemeiner Dorfstreit entstand, als man sich entscheiden sollte, ob der Neubau unten auf der alten Stelle zu errichten sei, oder oben nahe der neuen Landstraße. Schließlich wurde die Frage zugunsten der Stelle wo die Kirche heute steht entschieden.
Die Segnung und der erste Gottesdienst in der neuen Kirch fanden statt am 29. Oktober 1840.

 

Aufgrund ständig steigender Schülerzahlen kam es 1925 zum Bau der "Mädchenschule". Die Aufstockung des Gebäudes erfolgte in den Jahren 1954-1955.

1992 wurde die Mädchenschule zum "Vereinshaus", in dem Probelokale für die musizierenden Vereine, für die Gesangvereine sowie Versammlungsräume für die Landfrauen und die Senioren eingerichtet wurden.

2004 und 2005 wurde das Gebäude außen renoviert und im hinteren Bereich erweitert.

DER TRUPPENÜBUNGSPLATZ

Als die Pläne der Heeresverwaltung zur Anlegung des Truppenübungsplatzes durchsickerten, kam eine große Unruhe und Sorge unter die Bevölkerung. Es erhob sich nämlich die Frage nach dem Schicksal des Dorfes Elsenborn: Fortbestand oder Einbeziehung in den Übungsplatz ! Letzteres hätte bedeutet, dass Elsenborn von der Bildfläche verschwunden wäre und die Einwohner zum Wegzug gezwungen worden wären.
Schließlich musste die Heeresverwaltung aber von ihrem anfänglichen Plan absehen, da die im Haushalt vorgesehenen Mittel von 2.350.000 Mark bei weitem nicht ausreichten, um das ganze Dorf mitzuerwerben, mehr als das Doppelte  wäre erforderlich gewesen. Man kann sich die Freude der Einwohnerschaft vorstellen, als im März 1894 die frohe Kunde kam, dass ihr Dorf erhalten bleiben würde.

Die nun folgenden Verhandlungen mit Elsenborn über die zu erwerbenden Heiden, Venne und Wälder erwiesen sich als sehr schwierig und verwickelt. Letzen Endes ordnete die Militärverwaltung 1896 das Enteignungsverfahren an. Die Gemeinde beschritt daraufhin den Rechtsweg, und es kam zum Prozess; die Angelegenheit zog sich hin bis zum Oktober 1904.

Das Dorf Elsenborn erlebte durch die Errichtung des Lagers einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich zunächst in der jahrzehntlangen Bautätigkeit dokumentierte. Bald verdienten viele einheimische Arbeitskräfte im Lager ihr tägliches Brot. Zudem fanden die Landwirte zusätzliche Absatzmöglichkeiten, besonders für Milch und Butter. Es entwickelte sich rund um das Militärlager ein reges Geschäftliches Leben (Bäckereien, Metzgereien, Wirtshäuser, Fotoateliers, Kino). Der Wohlstand hob sich in überraschender Weise.

Damals konnte sich die Elsenborner Gastwirte noch erlauben, die Nähe des Truppenübungsplatzes als besonderes Vorzug in ihren Reklameanzeigen anzupreisen: die Manöver boten auf den Schießplatz ein ebenso buntes wie beliebtes Schauspiel.
Heutzutage bieten die Militärmanöver längst nicht mehr das berauschende Schauspiel früherer Zeit. In Elsenborn denkt man heute dabei vorwiegend an vorbeifahrende Panzer, die ihren schweren Eisenketten in die Straßendecke bohren, an bombende Kanonen, die bei jedem Abschuss die Dorfwohnungen und ihre Insassen erzittern lassen, an manch einen Granateneinschlag, der das Ziel verfehlte und an mehreren Häusern und Feldern erheblichen Schaden anrichtete ...

DENKMAL "ECKE LAGERSTRASSE / EUPENER WEG"

Dieses Denkmal  gehört seit eh und je zum Dorfbild und trotzdem werden nur noch die Wenigsten wissen was dem Wachtmeister Peter, Johaan, Baptist FERRIRE und dem Gendarmen Henri, Delphin TRIEST am 23. August 1946 geschehen ist.

Hier können Sie die Geschichte einer gemeinen Mordtat nachlesen, die damals in der ganzen Umgebung größte Erregung hervorgerufen hat und die Bevölkerung durch das traurige Los, das den beiden Braven bei der Ausführung ihrer Pflicht erlitten haben, auf das Tiefste betroffen machte.

 

 

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