Berg

Der kleine beschauliche Weiler Berg, herrlich gelegen auf einer Anhöhe über dem See, hat einen einmaligen Panoramablick.

Zahlreiche Anpflanzungen entlang der Straße und Wege, sowie viele alleinstehende oder in Reihen angeordnete hochstämmige Bäume (hauptsächlich Lindenbäume) zieren dieses Dorf.

Zwischen den Ortschaften Bütgenbach und Berg wurde im Warchetal im Jahre 1932 die Talsperre fertiggestellt, die ein Fassungsvermögen von 11 Millionen Kubikmeter hat, 23 Meter hoch und 140 Meter breit ist.

Geschichte

Die Abgaberegister, die zur damaligen Zeit erstellt wurden, ermöglichen uns heute einen hochinteressanten Rückblick in eine Zeit, als Berg erstmalig besiedelt wurde.
Gleich vorweg sei bemerkt, dass das Dorf unter den Bezeichnungen "Uffemberg" bzw. "Uffenberg" (auf dem Berg) oder im Französischen "Berg-sur-Warche" geführt wurde, was auf die Höhenlage schließen lässt.

Eine erste Quelle führt uns zurück in das Jahr 1531. Erstmalig taucht der Name "Uffemberg" mit drei Häusern im sogenannten Feuerstättenverzeichnis auf. Nur drei Jahre zuvor war von dem kleinen Dorf noch nirgendwo die Rede. Konkret bedeutet dies, dass die ersten Ansiedlungen in Berg zwischen 1529 und 1530 erfolgten.

Sehenswürdigkeiten

Die Schule

Die erste Schule wurde im Jahr 1840 für den Betrag von 454 Talern gebaut. Das Gebäude war damals Gemeindeeigentum und der Lehrer wohnte oberhalb des einzigen Klassenraumes. Heute noch bezeichnet man dieses Haus, wo sich zuletzt das älteste Geschäft des Dorfes befand, mit "alte Schule".

Weil die Räumlichkeiten aber in den Vorkriegsjahren zu klein wurden, errichtete man im Jahre 1910 eine neue Schule  im Dorfzentrum.

Das neue Schulgebäude befand sich aber in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg in einem derart schlechten Zustand, dass es teilweise abgerissen und neu errichtet wurde. Zwischenzeitlich gingen die Kinder kurz in einem Behelfsheim, das infolge der Kriegszerstörungen errichtet worden war, zum Unterricht. 1951 war die neue Schule im Dorfzentrum neben der Kirche bezugsfähig. Hier wurde noch bis zum Jahre 1984 Volksschulunterricht erteilt.

Das Dorfhaus

Im Jahr 1994 fasste der Gemeinderat den Beschluss, das leerstehende ehemalige Schulgebäude zu renovieren und teilweise umzubauen.

Im Obergeschoss, wo früher die Lehrerwohnung angesiedelt war, wurde Raum geschaffen für zwei Wohnungen. Das Sozialhilfezentrum der Gemeinde verwaltet beide Wohnungen.

Das Erdgeschoss wurde umgestaltet für multikulturelle Zwecke. Hier erhielten die ortansässigen Vereine eine feste Bleibe. Zusätzlich zu den ehemaligen Klassen befindet sich in einem Anbau am hinteren Teil des Gebäudes ein Mehrzweckraum von ungefähr 90 m². Hinzu kommen noch Sanitäranlagen sowie eine kleine Küche. Dieser Gebäudeteil wird durch die hierzu gegründete Dorfhaus GoE verwaltet und gepflegt.

Die Kapelle Berg

Die Grundsteinlegung zur Kapelle Berg fand am Kirmessonntag, dem 11. Oktober 1959, statt. Am 3. Juni 1962 erfolgte dann die Segnung.

Die Glocke, die die Bevölkerung zur Messfeier ruft, wurde von der Glockengießerei Slegers in Tellin angefertigt und wiegt 208 kg.

Zu Beginn der sechziger Jahre erwarb die Gemeinde ein Grundstück nördlich des Dorfes und beabsichtigte, hier einen Friedhof anzulegen. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings nach einer Analyse der Bodenbeschaffenheit.

Das Kreuz im Konnenbusch

Die schönsten Schätze liegen zumeist im Verborgenen. Jedenfalls befindet sich ein solcher Schatz fern vom Zentrum am südöstlichen Ausgang des Dorfes.

Wenn man die Straße "Zum Konnenbusch" in Richtung Wirtzfeld bis zu Ende fährt, stößt man an der Wegegabelung auf ein neugotisches, durchbrochenes, gusseisernes Kreuz. Es steht auf einem Sockel und hat eine Größe von mehr als zwei Metern.

Das Kreuz im Konnenbusch stammt aus dem 19. Jahrhundert und zeigt Christus sowie auf dem Sockel drei Frauengestalten, die Allegorien des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sind.

Die Odilia-Quelle

Am Dorfeingang befindet sich seit vielen Jahren ein kleines Kapellchen mit Quelle und Statue der Schutzpatronin von Berg. So sollte es zumindest sein. Leider wurde die Odilia-Statue mehrmals entwendet. Oft konnte man sie zurückfinden, jedoch scheint sie jetzt für immer verschwunden zu sein. Nur das stets laufende Quellwasser und die Beckenschrift "Gib, daß ich sehe" erinnern an die Schutzpatronin.

Geweiht wurde das Kapellchen am 9. September 1962.